Das pädagogische Konzept

Das in der Werkrealschule gültige pädagogische Konzept wird gleichermaßen an der Karl-Friedrich-Schule Eutingen umgesetzt.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-9/10 werden nach dem aktuellen Bildungsplan 2016 der Werkrealschule unterrichtet. Für sie besteht die Möglichkeit sowohl nach Klasse 9 einen Hauptschulabschluss als auch nach Klasse 10 einen Mittleren Abschluss zu erreichen.

Sollten für die Klasse 10 nicht vorgeschriebene Schüleranzahl erreicht werden können diese Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel des Werkrealschulabschlusses auf eine mit uns kooperierenden Schule für das 10. Schuljahr wechseln. Somit ist die Anschlussfähigkeit für jede Schülerin und jeden Schüler auf einen Werkrealschulabschluss nach der 9. Klasse jederzeit sichergestellt.

Das Lernen in der Werkrealschule ist auf die Bildungsbedürfnisse und auf den Bildungsanspruch von Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zugeschnitten. Deshalb stellt sich die Werkrealschule auf die Förderung unterschiedlicher Begabungen, Neigungen, Interessen, Kultur- und Sozialerfahrungen ein, nimmt die mannigfachen Lernvoraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler auf, fördert ihre Motivation und ihre Leistungsbereitschaft und führt sie zu gesicherten Lernergebnissen. Die Werkrealschule ist eine weiterführende Schule, die im Anschluss an die Grundschule in einem 5-jährigen Bildungsgang zu einem Hauptschulabschluss in Klasse 9 führt und dabei einen Übergang in Klasse 10 zur Mittleren Reife ermöglicht. Sie bereitet den Übergang in das duale Ausbildungssystem vor, schafft Grundlagen für eine gelingende Berufsausbildung und weiterführende berufliche Bildungsgänge.

Die Werkrealschule zeichnet sich durch individuelle Förderangebote, intensivierte Berufswegeplanung und eine erste berufliche Grundbildung aus.
Die Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik in den Klassen 5 und 6 durch mehr Unterrichtsangebote sowie gezielte Fördermaßnahmen auf der Grundlage von Lernstandserhebungen ist ein wesentliches Element des pädagogischen Konzepts der Werkrealschule. Pädagogische Assistentinnen und Assistenten unterstützen die Lehrkräfte bei Differenzierungs- und Fördermaßnahmen und verbessern so den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler.
In Klasse 7 findet eine umfassende Kompetenzanalyse statt. Dieses Profil Assessment-Center (AC) hat zum Ziel, eine objektivierte Bewertung der individuellen, überfachlichen und ausbildungsbezogenen Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Die Leistungen werden in einem individuellen Stärken- und Schwächenprofil („Kompetenzprofil“) dargestellt. Dieses Kompetenzprofil ist ein wichtiges Element der individuellen Förder- und Berufswegeplanung. Es zeigt Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler auf und wird durch die Erstellung und Umsetzung eines Förderplans ergänzt.

Individuelle Förderung erfordert kontinuierliche Rückmeldungen an die Eltern zur Lern- und Leistungsentwicklung ihres Kindes. Elternberatung findet in allen Entscheidungsfeldern statt, in Bezug auf die Wahl einer anderen schulischen Laufbahn, auf dem Weg zur Mittleren Reife oder im Hinblick auf die Aufnahme einer Berufsausbildung.
Ein weiteres profilbildendes Merkmal der Werkrealschule ist eine intensive Berufswegeplanung ab Klasse 5 mit kontinuierlichen Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben. Kennzeichnend sind zeitlich flexible Praktikumsphasen für alle Schülerinnen und Schüler. Inhalte aus der Berufswelt bereits finden bereits ab der Eingangsklasse verstärkt Berücksichtigung.

Die Werkrealschule vernetzt in ihrem Bildungsgang allgemeine und berufliche Bildung. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine Schwerpunktbildung bei der beruflichen Orientierung. Profilbildende Elemente sind die Wahlpflichtfächer in Klasse 8 und 9. An Schülerinteressen orientiert, wollen sie auf verschiedene Berufsfelder neugierig machen und über eine Auswahl von Ausbildungsberufen informieren. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus den drei Wahlpflichtfächern ‚Natur und Technik‘, ,Wirtschaft und Informationstechnik‘ und  ‚Gesundheit und Soziales‘ eines aus. Sie werden bei der Wahl durch die Ergebnisse der Kompetenzanalyse in Klasse 7 unterstützt, das Hinweise zu Begabungsschwerpunkten liefert.

Der Unterricht in Klasse 8 und 9 bereitet auf den Übergang in Klasse 10, in ein duales Ausbildungssystem oder in eine 2-jährige Berufsfachschule vor. So zieht sich die inhaltliche Annäherung an die Berufswelt durch die gesamte Schulzeit (vgl.: www.kultusportal-bw.de)

 

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